Vernissage Samstag, 14. März um 11.00 Uhr Stele AndreasKlinik Cham
Nora Nussbaumer
Die Idee
Fotocham.ch ist ein neues Kulturprojekt in der Gemeinde Cham. An vier Stelen in Cham werden viermal im Jahr die Werke von ambitionierten Fotografinnen und Fotografen gezeigt. Zweimal sind auch historische Bilder des Online-Geschichtslexikons chamapedia.ch zu sehen.
Im Jahr 2024 feiern Bürgergemeinden, Einwohnergemeinden und kath. Kirchgemeinden ihr 150-Jahr-Jubiläum. Cham wollte dieses Ereignis öffentlich machen: Auf Plakaten machten die Kommunen auf das Jubiläum aufmerksam. An vier verschiedenen Standorten – AndreasKlinik, Mandelhof, Hirsgarten, Schulhaus Hagendorn – wurden Stelen aufgestellt, auf welche die Plakate aufgezogen wurden. Die Aktion fand das Interesse der Bevölkerung, die Plakate wurden beachtet und gelesen.
Was machen mit den Stelen nach Abschluss des Jubiläumsjahres 2024?
Die Stelen weiterhin für die Öffentlichkeit behalten und sie mit Fotos bestücken – mit zeitgenössischen und historischen Fotos.
Die Projektgruppe
Der Vorstand des Vereins chamapedia.ch setzte eine Projektgruppe ein und konnte als Partner das fotoforumzug.ch gewinnen – und damit eine professionelle Unterstützung.
Die Projektgruppe fotocham.ch setzt sich aus den folgenden Mitgliedern zusammen: von fotoforumzug.ch, Gary Soskin, Regine Giesecke und Pesche Frommenwiler, von chamapedia.ch, Michèle Buhofer, und Thomas Gretener. Alle fünf Projektmitglieder setzen sich aktiv für die Förderung der Fotografie ein.
Ausstellung vom 7. März - 8. Mai 26
"Im alten Licht" mit der Fotografin
Nora Nussbaumer
Die Fotografin HF und Künstlerin begann ihre gestalterische Laufbahn in der Architektur, bevor sie ihre fotografische Praxis an der Schule für Gestaltung Zürich vertiefte. Seit 2014 arbeitet sie selbstständig an nationalen und internationalen Projekten und bringt dabei ihre Erfahrung aus komplexen Produktionen in Kultur, Wirtschaft und kommerziellen Aufträgen ein. Unter anderem realisierte sie ein Carte-Blanche-Projekt für Médecins Sans Frontières Schweiz in Mombasa, gezeigt als Sonder-ausstellung 2024 an der Photo-SCHWEIZ, sowie «Fragments of Biel-Bienne», ausgestellt an den Bieler Fototagen 2024. Ihre Arbeiten zeichnen sich durch Präzision, Empathie und ein feines Gespür für Menschen und Bildsprache aus. 2024 erhielt sie ein Atelierstipendium des Kantons Zug für Berlin 2026. Sie ist Mitglied von Atelier63 im Kunstcluster Zug. Die Ausstellung zeigt ausgewählte Arbeiten: Portraits, Stillleben-Auftragsprojekte für Leica und Fujifilm sowie Arbeiten zum Thema Bewegung für das Stadtmagazin Zug.
Frühere Ausstellungen
René Schädler
"Im Schnee" mit dem Fotografen
«Im Schnee» ist die Ausstellung von René Schädler übertitelt: An vier Stelen zeigt fotocham.ch faszinierende Aufnahmen von melancholisch wirkenden Schneelandschaften.
Die Fotografien sind während zwei Monaten zu sehen. Ein samtiger weisser Schleier legt sich über die Landschaft. Die Umgebung versinkt in Stille, die Farben treten dezent zurück. Formen fliessen ineinander und lassen neue Konturen entstehen. Die Schritte verlangsamen sich, der Atem gewinnt an Tiefe. Jeder Tritt in das luftige Weiss erzeugt ein sanftes Gefühl der Geborgenheit: Für den Betrachter der Bilder von René Schädler stellt sich ein entschleunigter, meditativer Rhythmus ein.
René Schädler arbeitet mit einer bewusst reduzierten, melancholischen Bildsprache, die für ihn Ruhe und ästhetische Klarheit vermittelt. Auf seinen visuellen Erkundungen sucht er gezielt nach Weite, Stille und Einsamkeit. Konkrete Bezüge zu Ort und Zeit spielen dabei eine untergeordnete Rolle; im Zentrum stehen vielmehr harmonische Formstrukturen sowie das subtile Zusammenspiel von hell und dunkel.René Schädler, in Zug geboren und aufgewachsen, ist 62 Jahre alt und wohnt in Baar. Seit zehn Jahren befasst er sich intensiv mit Fotografie. Einige seiner Bilder wurden schon mehrfach international ausgezeichnet. www.reneschaedler.ch
Patrick Britschgi
„Alltag in Taiwan“
An vier Stelen im öffentlichen Raum zeigt fotocham.ch Fotografien von Patrick Britschgi, die einen intimen Einblick in das Alltagsleben von Taiwan vermitteln. Die Fotografien sind ab 6. September während zwei Monaten zu sehen.
Patrick Britschgi fotografiert seit seinem dritten Geburtstag. Etwas später arbeitete er im Journalismus in Wort und Bild sowie als Assistent in der Werbefotografie. Seine Leidenschaft liegt in der fotografischen Interpretation des Jazz und in persönlichen Reiseimpressionen, die er im Stil der klassischen Street Photography präsentiert.
Für Patrick Britschgi sind es die kleinen Begegnungen und die leisen Momente, die das Leben ausmachen: «Sie bewusst zu erleben und zu Erinnerungen zu machen, macht uns reich.» Diese Momente ereignen sich aber nicht nur in fernen Ländern. Sie existieren auch im Alltag, wir müssen nur unsere Sinne öffnen. Manche scheinen belanglos, andere überraschend tiefgründig, einige sind komisch, andere tragisch, die einen sind berührend, und andere sind merkwürdig, auch im eigenen Leben.
Die Serie «Taiwan, 2023» zeigt einige dieser Begegnungen und Momente in einem pulsierenden Land zwischen Geschichte, Politik und dem gewöhnlichen Leben. Die Aufnahmen zeigen unterschiedliche, jedoch typische Alltagssituationen und stellt sie einander gegenüber, durchaus auch mit Hintergedanken.
Monika Kümin
«Stiller Dialog»
Monika Kümin ist in Cham aufgewachsen, hat Kunstgeschichte studiert und eine professionelle Ausbildung in Fotografie abgeschlossen. Sie arbeitet mit analogen und digitalen Techniken und nutzt Mittel wie Langzeit- und Mehrfachbelichtung. Ihre fotografischen Arbeiten thematisieren Alltägliches, vergängliche Momente und kleine Details.
In der Serie stiller Dialog widmet sich Kümin der Natur. Ihre Bilder zeigen menschenleere Landschaften ohne erkennbare Orientierungspunkte. Sie entstehen intuitiv, als leises Zwiegespräch mit der Umgebung. Zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit öffnen sich Bildräume, die das Verborgene sichtbar machen. So entstehen ruhige, teils abstrakte Kompositionen. Die Fotografien laden ein, die eigene Wahrnehmung zu schärfen und das Unscheinbare neu zu betrachten.
Peter Raimann
Vogelschau: Die Perspektiven des Fotografen Peter Raimann
Peter Raimann aus Zug zeigt ab dem 8. März 2025 seine Fotos an den Stelen des Projekts fotocham.ch. «Vogelschau», der Titel seiner Ausstellung, ist zweideutig: Raimann fotografiert mit Begeisterung Vögel und ist ein ebenso ambitionierter Drohnenfotograf.
Peter Raimann ist in Cham aufgewachsen und lebt seit vielen Jahren in der Stadt Zug. Doch immer wieder zieht es ihn nach Cham. Das Ried beim Alpenblick ist ein einzigartiges Naturschutzbiet für Vögel, von denen Peter Raimann sagt: «Vögel sind faszinierende Lebewesen. Sie sind vielfältig in ihrer Gestalt, ihrer Farbe, ihrem Gesang und einzigartig, weil sie fliegen können. Ein Rotmilan kreist mit seinen gut 6000 Federn und einer Flügelspannweite von mehr als 150 Zentimetern elegant und mühelos über der Landschaft. Waldohreulen verbringen die Wintertage auf Schlafbäumen mitten in Wohnquartieren.»
Peter Raimann liebt es, draussen zu sein, Vögel zu beobachten, zu fotografieren und sich vorzustellen, wie sie die Welt von oben sehen. Dank seiner Drohne ist es ihm möglich, Landschaften aus der Vogelschau zu sehen und abzubilden. So sind in den letzten zwei Jahren auch einige stimmungsvolle Chamer Panoramen entstanden, die nun an den Stelen von fotocham.ch zu bewundern sind.
Die Eröffnungsvernissage von fotocham.ch fand am Samstag, 11. Januar 2025, 11.00 Uhr bei der Stele «Mandelhof» (Gemeindeverwaltung Cham) statt.
Unsere erste Ausstellung bestreitet der Walchwiler Fotograf Manuel C. Studer, Er ist unter anderem durch seine Prämierung im Haus der Fotografie, Olten, bekannt geworden. Auch hat er das sehenswerte (Foto-)Buch «Der Fischer Meisterschaft» fotografiert. Bilder dieses Buches werden wir an den Stelen sehen.
Manuel C. Studer
Manuel C. Studer Fotograf – über sich
Ich bin ein Amateurfotograf aus der Schweiz. Als ich zwölf war, habe ich mir die Rolleiflex meines Vaters ausgeliehen. Ich habe sie ihm nie zurückgegeben. Als ich vierzehn war, habe ich meine Frau in der Dunkelkammer kennengelernt. Meine Liebe zu ihr und zur Fotografie hat mich seitdem nie wieder verlassen. Ich wünschte, ich könnte mehr Zeit mit ihnen verbringen. Zum Glück sehe ich meine Frau jeden Tag, während meine Kamera manchmal monatelang nicht zum Einsatz kommt.











































